Sonderbedarf zum Schulstart: Wer zahlt für Ranzen, Klassenfahrt und Co.?
Da die Sommerferien näher rücken, beginnt für viele getrennte Eltern bereits die Planung für das neue Schuljahr. Hohe Einmalkosten für die Einschulung, Laptops oder anstehende Klassenfahrten sorgen dabei häufig für Streitigkeiten um die Finanzierung, da das reguläre Budget oft nicht ausreicht.
Familienrechtlich gelten solche außergewöhnlich hohen und unregelmäßigen Ausgaben als sogenannter ‚Sonderbedarf‘. Wichtig für den betreuenden Elternteil: Diese Kosten sind nicht durch den regulären monatlichen Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle abgedeckt. Der barunterhaltspflichtige Elternteil muss sich an diesen Kosten zusätzlich beteiligen.
Die Aufteilung dieser Extra-Kosten erfolgt in der Regel nicht pauschal 50:50, sondern anteilig nach den jeweiligen Nettoeinkommen beider Eltern. Rechtsexperten raten dazu, solche größeren Ausgaben im Sinne eines guten Co-Parentings immer frühzeitig abzusprechen und Belege aufzubewahren. Im Streitfall kann Sonderbedarf bis zu ein Jahr rückwirkend geltend gemacht werden.
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