Wechselmodell: Warum 50/50 nicht immer die beste Lösung ist
Die FAMOD-Studie (‚Familienmodelle in Deutschland‘) hat 1.554 Familien untersucht – darunter über 600 Wechselmodell-Familien – und liefert spannende Erkenntnisse für alle, die über die passende Betreuungsform nachdenken. Ein zentrales Ergebnis: Elterliche Konflikte wirken sich am stärksten auf Kinder im exakt hälftigen Wechselmodell aus. Und: Kinder zwischen 7 und 14 Jahren waren oft am zufriedensten, wenn die Aufteilung nicht 50/50, sondern etwa 70/30 betrug.
Was heißt das für euch? Das ‚richtige‘ Modell ist nicht das, was zwischen den Eltern am fairsten wirkt, sondern das, was zu eurem Kind, euren Wohnorten und eurem Konfliktniveau passt. Ein asymmetrisches Wechselmodell kann für Kinder entspannter sein als ein starres Hin und Her im Wochentakt. Unser Tipp: Überprüft euer Betreuungsmodell regelmäßig gemeinsam – Kinder werden älter, Bedürfnisse ändern sich, und was mit 6 Jahren passte, kann mit 12 zu eng sein.
Wichtiger als jedes Modell ist laut Forschung ohnehin eines: ein möglichst niedriges Konfliktniveau zwischen den Eltern. Jede Absprache, die Streit reduziert, ist ein direkter Gewinn für euer Kind.
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