Elterngeld-Reform vorgestellt: 3-6-3-Modell soll Betreuung fairer aufteilen
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat Anfang Juli 2026 einen ersten Entwurf für eine Elterngeld-Reform vorgelegt. Kern ist das sogenannte 3-6-3-Modell: Je drei Monate sind fest für jeden Elternteil reserviert, sechs weitere Monate können flexibel aufgeteilt werden. Die Bezugsdauer sinkt damit von 14 auf 12 Monate, dafür steigen die Sätze leicht – auf mindestens 330 und maximal 1.900 Euro. Die Reform soll voraussichtlich 2027 in Kraft treten, der Entwurf befindet sich noch in der Abstimmung.
Für getrennte und sich trennende Eltern ist besonders relevant: Väter müssten künftig mindestens drei statt bisher zwei Monate nehmen, sonst verfallen diese Monate. Das erklärte Ziel ist eine partnerschaftlichere Aufteilung der Betreuung von Anfang an – was sich später auch auf Betreuungsmodelle nach einer Trennung auswirken kann, denn wer früh Verantwortung übernommen hat, hat oft bessere Karten beim Wechselmodell. Konkreter Tipp: Wer aktuell Nachwuchs erwartet oder in Elternzeit geht, plant noch nach geltendem Recht – die neuen Regeln gelten erst nach Verabschiedung des Gesetzes.
Wichtig zu wissen: Bis zum Ende des Gesetzgebungsverfahrens können sich einzelne Regelungen noch ändern. Es lohnt sich, die Entwicklung im Blick zu behalten, bevor ihr langfristige Entscheidungen zur Aufteilung der Elternzeit trefft.
Interessiert an weiteren Details?
Dieser Beitrag enthält Verweise auf externe Berichterstattung. Besuche die Originalquelle für den vollen Umfang.