Kindschaftsrechtsreform 2026: Strenger Schutz vor häuslicher Gewalt bei Umgangsregelungen

Kindschaftsrechtsreform 2026: Strenger Schutz vor häuslicher Gewalt bei Umgangsregelungen

Veröffentlicht am Juni 17, 2026
Kindschaftsrechtsreform 2026: Strenger Schutz vor häuslicher Gewalt bei Umgangsregelungen

Das Bundesjustizministerium hat den aktuellen Referentenentwurf zur Reform des Kindschaftsrechts (KiMoG) vorgelegt, zu dem Verbände noch bis Juli Stellung nehmen können. Ein zentraler Fokus des neuen Gesetzespakets ist der weitreichende Schutz vor häuslicher Gewalt im Familienrecht. Erstmals soll im Bürgerlichen Gesetzbuch klar definiert werden, dass der Umgang mit dem Kind vollständig ausgeschlossen werden kann, wenn Gewalt gegen den betreuenden Elternteil vorliegt.

Die bisherige pauschale Vermutung, dass ein Umgang automatisch immer dem Kindeswohl diene, wird bei Gewaltdelikten explizit ausgesetzt. Familiengerichte erhalten zudem die Befugnis, künftig verpflichtende soziale Trainingskurse und Gewaltpräventionsberatungen in Kinderschutzverfahren anzuordnen. Frauen- und Familienverbände begrüßen diesen Entwurf als längst überfälligen Paradigmenwechsel, der gewaltbetroffenen Alleinerziehenden und Trennungseltern endlich mehr rechtliche Sicherheit und Schutz bietet.

Quelle

Interessiert an weiteren Details?

Dieser Beitrag enthält Verweise auf externe Berichterstattung. Besuche die Originalquelle für den vollen Umfang.

Teilen

News teilen

Teile diese Nachricht schnell und unkompliziert mit deinen Freunden über WhatsApp.

Leave a Reply