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	<title>Finanzen-Archiv - CoParently</title>
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	<title>Finanzen-Archiv - CoParently</title>
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		<title>Volljährig, in Ausbildung und Unterhalt: Was getrennte Eltern wissen sollten</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/volljaehrig-und-trotzdem-unterhalt-anspruch-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 07:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Anspruch auf Unterhalt endet mit der Volljährigkeit nicht automatisch. Wir erklären, wann volljährige Kinder weiterhin Unterhalt von ihren Eltern beanspruchen können, welche Faktoren dabei wichtig sind und wie sich die Düsseldorfer Tabelle 2026 auswirkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/volljaehrig-und-trotzdem-unterhalt-anspruch-2026/">Volljährig, in Ausbildung und Unterhalt: Was getrennte Eltern wissen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Anspruch auf Unterhalt endet mit der Volljährigkeit nicht automatisch. Wir erklären, wann volljährige Kinder weiterhin Unterhalt von ihren Eltern beanspruchen können, welche Faktoren dabei wichtig sind und wie sich die Düsseldorfer Tabelle 2026 auswirkt.</p>
<h2>Volljährigkeit bedeutet nicht automatisch Unterhaltsende</h2>
<p>Viele Eltern glauben, mit dem 18. Geburtstag endet die finanzielle Verantwortung automatisch. Das ist rechtlich jedoch nicht korrekt. Volljährige Kinder haben grundsätzlich dann weiterhin Anspruch auf Unterhalt, wenn sie sich in einer Ausbildung befinden und nicht selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen können. Zu einer Ausbildung zählen die allgemeine Schulausbildung, Berufsausbildung und ein Studium. <a href="https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/unterhalt-volljaehrige-kinder-bgb-ausbildung-kindergeld-duesseldorfer-tabelle-selbstbehalt-eltern-haftung-tmr-1-art-6403112?utm_source=openai">Quelle</a></p>
<h3>Beispiel</h3>
<p>Lisa ist 19 Jahre alt und besucht eine technische Hochschule, lebt weiterhin bei ihrer Mutter und erhält keine nennenswerten eigenen Einkünfte. Sie kann weiterhin Unterhalt von beiden Elternteilen fordern, da sie ihren Lebensunterhalt nicht selbst tragen kann.</p>
<h2>Wesentliche Voraussetzungen für den Unterhaltsanspruch</h2>
<ul>
<li><strong>Ausbildung:</strong> Das Kind muss sich in einer Ausbildung befinden (Schulbesuch, Berufsausbildung, Studium).</li>
<li><strong>Bedürftigkeit:</strong> Das Kind ist finanziell nicht in der Lage, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.</li>
<li><strong>Wohnsituation:</strong> Ob das Kind bei einem Elternteil lebt oder nicht, beeinflusst die Unterhaltshöhe und den Bedarf.</li>
</ul>
<p>Eltern müssen prüfen, ob diese Voraussetzungen vorliegen, um die Unterhaltsverpflichtung bestimmen zu können.</p>
<h2>Wie wird die Höhe des Unterhalts ermittelt?</h2>
<p>Die Düsseldorfer Tabelle 2026 orientiert sich am Nettoeinkommen der Unterhaltspflichtigen und an der Lebenssituation des volljährigen Kindes.</p>
<ul>
<li>Lebt das Kind bei einem Elternteil, beträgt der Bedarf bei einem Einkommen bis 2.100 Euro monatlich 698 Euro.</li>
<li>Wohnt das volljährige Kind selbstständig (zum Beispiel im Studium), liegt der Bedarf bei 990 Euro, wovon bis zu 440 Euro für Warmmiete berücksichtigt werden.</li>
</ul>
<p>Diese Beträge sind Richtwerte, die das Existenzminimum des Kindes und die Wohnkosten abdecken sollen. <a href="https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/unterhalt-volljaehrige-kinder-bgb-ausbildung-kindergeld-duesseldorfer-tabelle-selbstbehalt-eltern-haftung-tmr-1-art-6403112?utm_source=openai">Quelle</a></p>
<h2>Wirkung von Kindergeld und eigenen Einkünften auf den Unterhalt</h2>
<p>Das Kindergeld wird bei volljährigen Kindern vollständig auf den Unterhaltsbedarf angerechnet. Seit 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro monatlich.</p>
<p>Außerdem werden Einkünfte des Kindes wie Ausbildungsvergütung oder BAföG auf den Unterhaltsbedarf angerechnet, was den Anspruch entsprechend mindert.</p>
<h3>Beispiel</h3>
<p>Markus, 20 Jahre alt, wohnt nicht bei den Eltern, verdient monatlich 300 Euro durch eine Ausbildung und bezieht Kindergeld. Sein Unterhaltsbedarf von 990 Euro reduziert sich um 259 Euro (Kindergeld) und 300 Euro (eigene Einkünfte). Er hat also noch Anspruch auf anteiligen Unterhalt zur Deckung der verbleibenden Differenz.</p>
<h2>Elternhaftung und Selbstbehalt</h2>
<p>Beide Elternteile haften anteilig nach ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit für den Unterhalt der Kinder. Dabei muss ein Selbstbehalt verbleiben, der das Existenzminimum des zahlungspflichtigen Elternteils schützt.</p>
<ul>
<li>Für Eltern mit unverheirateten volljährigen Kindern unter 21, die bei ihnen wohnen und eine allgemeine Schulausbildung absolvieren, gilt ein gesteigerter Selbstbehalt:
<ul>
<li>Erwerbstätige: 1.450 Euro monatlich</li>
<li>Nichterwerbstätige: 1.200 Euro monatlich</li>
</ul>
</li>
<li>Für andere volljährige Kinder liegt der Selbstbehalt mindestens bei 1.750 Euro monatlich.</li>
</ul>
<p>Das bedeutet, dass die Eltern nur dasjenige an Unterhalt leisten müssen, was über den Selbstbehalt hinaus als finanziell zumutbar gilt. <a href="https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/unterhalt-volljaehrige-kinder-bgb-ausbildung-kindergeld-duesseldorfer-tabelle-selbstbehalt-eltern-haftung-tmr-1-art-6403112?utm_source=openai">Quelle</a></p>
<h2>Besondere Regeln bei unverheirateten Kindern unter 21</h2>
<p>Volljährige, unverheiratete Kinder unter 21 Jahren, die bei einem Elternteil wohnen und eine allgemeine Schulausbildung besuchen, haben eine gesteigerte Unterhaltspflicht wie Minderjährige. Das bedeutet, dass sie einen vorrangigen Rang der Unterhaltsansprüche besitzen.</p>
<p>Dies kann insbesondere für Eltern relevant sein, wenn das Kind keine berufliche Ausbildung mehr macht, dennoch aber noch nicht selbst finanziell unabhängig ist.</p>
<h2>Praktische Tipps für getrennte Eltern</h2>
<ul>
<li><strong>Kommunizieren Sie offen:</strong> Klären Sie die Ausbildungs- und Wohnsituation Ihres Kindes, um den Bedarf realistisch einzuschätzen.</li>
<li><strong>Aktualisieren Sie Unterhaltsvereinbarungen:</strong> Passen Sie die Unterhaltszahlungen entsprechend der Düsseldorfer Tabelle und individuellen Umstände an.</li>
<li><strong>Berücksichtigen Sie Kindergeld und Einkünfte:</strong> Führen Sie eine transparente Aufstellung, um Über- oder Unterzahlungen zu vermeiden.</li>
<li><strong>Nutzen Sie Organisationstools:</strong> Eine gemeinsame App oder ein Kalender können helfen, Termine, Zahlungen und wichtige Absprachen übersichtlich zu verwalten.</li>
<li><strong>Holen Sie rechtlichen Rat ein:</strong> Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, eine Fachberatung zur Unterhaltsrechtslage zu suchen.</li>
</ul>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder endet nicht automatisch mit dem 18. Geburtstag. Solange ein Kind sich in Ausbildung befindet und bedürftig ist, haben Eltern eine finanzielle Unterstützungspflicht, die sich nach der Düsseldorfer Tabelle 2026 richtet. Die Anrechnung von Kindergeld und eigenen Einkünften mindert den Bedarf, während der Selbstbehalt der Eltern deren Existenz sichert. Für getrennte Eltern ist es besonders wichtig, die aktuelle Rechtslage und die persönliche Situation regelmäßig zu überprüfen und Absprachen klar zu dokumentieren.</p>
<h3>Offene Punkte zur fachlichen Prüfung</h3>
<p>Die Darstellung orientiert sich an den veröffentlichten Informationen der Düsseldorfer Tabelle 2026. Für präzise rechtliche Beratung zur individuellen Situation und Berücksichtigung aktueller Urteile sollte fachkundiger Rat hinzugezogen werden.</p>
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		<item>
		<title>Unterhalt 2027: Worauf getrennte Eltern jetzt achten sollten</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/unterhalt-2027-getrennte-eltern-worauf-achten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 17:30:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Jahreswechsel 2026/27 stehen wichtige Änderungen im Unterhaltsrecht an, die getrennte Eltern betreffen. Wir erklären, was sich ändert und worauf Sie jetzt prüfen sollten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/unterhalt-2027-getrennte-eltern-worauf-achten/">Unterhalt 2027: Worauf getrennte Eltern jetzt achten sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Jahreswechsel 2026/27 stehen wichtige Änderungen im Unterhaltsrecht an, die getrennte Eltern betreffen. Wir erklären, was sich ändert und worauf Sie jetzt prüfen sollten.</p>
<h2>Unterhaltsrecht 2027: Was sich für getrennte Eltern ändert</h2>
<p>Zum Jahreswechsel 2026/27 treten in Deutschland Anpassungen im Unterhaltsrecht in Kraft, die vor allem für getrennte Eltern von Bedeutung sind. Obwohl zum Zeitpunkt Mitte Oktober 2026 die offiziellen Werte der Düsseldorfer Tabelle für 2027 noch nicht veröffentlicht sind, ist mit einer Anpassung der Unterhaltsbeträge zu rechnen. Die bestehenden Mindestunterhaltssätze 2026 lagen bei 486 Euro für Kinder von 0 bis 5 Jahren, 558 Euro für 6- bis 11-Jährige und 653 Euro für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Diese Zahlen bilden die Grundlage für die künftigen Zahlungen, wobei die exakten neuen Sätze abzuwarten bleiben (<a href="https://papa.de/allgemeines/unterhalt-2027-getrennte-eltern-sollten-zahlbetraege-neu?utm_source=openai">Quelle</a>).</p>
<h2>Dynamische und feste Unterhaltstitel: Bedeutung und Folgen</h2>
<p>Viele Unterhaltstitel sind nach prozentualen Anteilen des Mindestunterhalts gestaltet, sogenannte dynamische Titel. Diese passen sich automatisch an die neuen Mindestunterhaltswerte an und erfordern keine erneute Vereinbarung oder gerichtliche Anpassung. Im Gegensatz dazu bleiben feste Euro-Beträge unverändert und sollten deshalb von den Eltern überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Gegebenenfalls ist eine rechtliche Überprüfung oder Anpassung sinnvoll, um finanzielle Belastungen nicht unbewusst zu erhöhen oder zu senken (<a href="https://papa.de/allgemeines/unterhalt-2027-getrennte-eltern-sollten-zahlbetraege-neu?utm_source=openai">Quelle</a>).</p>
<h2>Altersstufen und der Beginn der neuen Zahlbeträge</h2>
<p data-pm-slice="1 1 []">Nach § 1612a Absatz 3 BGB ist die höhere Altersstufe bereits ab Beginn des Monats maßgeblich, in dem das Kind seinen sechsten beziehungsweise zwölften Geburtstag feiert. Wird ein Kind beispielsweise am 18. November sechs Jahre alt, gilt die zweite Altersstufe schon ab dem 1. November. Eltern sollten diese Alterswechsel bei der Prüfung ihrer Unterhaltszahlungen berücksichtigen. Welcher Zahlbetrag konkret geschuldet ist, hängt unter anderem vom bestehenden Unterhaltstitel und der individuellen Berechnung ab.</p>
<h2>Kindergeld und Kinderfreibetrag 2027: Geplante Anpassungen</h2>
<p>Für das Jahr 2027 ist eine Erhöhung des Kindergelds von derzeit 259 Euro auf 267 Euro geplant, basierend auf dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027. Dies ist jedoch noch nicht beschlossen. Auch der Kinderfreibetrag soll erhöht werden, von 6.828 Euro auf 7.128 Euro, während der BEA-Freibetrag von 2.928 Euro unverändert bleiben soll. Kindergeld wird bei minderjährigen Kindern zur Hälfte auf den Barunterhalt angerechnet, bei volljährigen Kindern voll, was weiterhin bei der finanziellen Berechnung von Unterhalt eine Rolle spielt (<a href="https://papa.de/allgemeines/unterhalt-2027-getrennte-eltern-sollten-zahlbetraege-neu?utm_source=openai">Quelle</a>).</p>
<h2>Neuerungen und Rechtsprechung zum Wechselmodell</h2>
<p>Ein wichtiges Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom April 2026 (Az. XII ZB 415/25) legt fest, dass beim sogenannten asymmetrischen Wechselmodell die Unterhaltsberechnung nicht mehr allein nach den Betreuungszeiten quotiert wird. Stattdessen kann es eine Herabsetzung der Unterhaltsstufe geben, außerdem sieht die Regelung eine pauschale Kürzung von typischerweise 10 bis maximal 15 % vor, wenn Naturalleistungen konkret dargelegt und berücksichtigt werden. Ob der Mindestunterhalt unterschritten werden darf, ist gerichtlich noch offen (anhängig, BGH Az. XII ZB 578/25). Eltern sollten hier die Betreuungssituation dokumentieren und ggf. mit Fachberatung die Auswirkungen auf den Unterhalt prüfen (<a href="https://www.buerger-geld.org/news/familie/getrennte-eltern-diese-fristen-werden-vor-2027-wichtig-unterhalt-steuern-umgangsrecht/?utm_source=openai">Quelle</a>).</p>
<h2>Praktische Empfehlungen für getrennte Eltern vor dem Jahreswechsel</h2>
<ul>
<li><strong>Bestehende Unterhaltstitel prüfen:</strong> Besonders wenn Zahlungen in festen Euro-Beträgen vereinbart sind, empfiehlt sich eine Überprüfung und ggf. Anpassung.</li>
<li><strong>Dokumentation der Betreuung:</strong> Insbesondere beim Wechselmodell ist das Festhalten von Betreuungszeiten wichtig, um etwaige Unterhaltsansprüche angemessen darstellen zu können.</li>
<li><strong>Frühzeitige Information:</strong> Rechtzeitiges Einholen von Informationen und bei Bedarf rechtlicher Beratung hilft, spätere Unterhaltsstreitigkeiten zu vermeiden.</li>
<li><strong>Ausgaben und Unterhalt nachhalten:</strong> Für eine transparente Kostenaufstellung und Nachweise sollten sämtliche Ausgaben rund ums Kind gut dokumentiert werden.</li>
</ul>
<h2>Ausblick auf mögliche Reformen und offene Fragen</h2>
<p>Diskussionen zur Reform des Unterhaltsvorschusses sind im Gange, etwa hinsichtlich einer Senkung der Altersgrenze von 18 auf 16 Jahre. Allerdings hat die SPD im Präsidiumsbeschluss vom August 2026 diese Absenkung abgelehnt. Weitere Forderungen umfassen eine schärfere Rückholquote, zum Beispiel durch SCHUFA-Meldungen und längere Verjährungsfristen, da der Staat aktuell nur etwa 17 % der Vorschusszahlungen zurückholt. Konkrete Beschlüsse liegen aber noch nicht vor.</p>
<p>Ebenso sind manche Fragen zur Unterhaltsberechnung im komplexen Wechselmodell noch offen und unter gerichtlicher Klärung. Es ist deshalb ratsam, bei Unsicherheiten rechtlichen Beistand zu konsultieren.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Jahreswechsel 2026/27 bringt für getrennte Eltern einige wichtige Anpassungen beim Kindesunterhalt mit sich. Zwar sind viele Details erst gegen Ende des Jahres vollständig bekannt, doch eine frühzeitige Prüfung der eigenen Unterhaltstitel und die Dokumentation der Betreuungssituation sind empfehlenswert. Dabei kann es hilfreich sein, einen Fachanwalt oder das Jugendamt mit einzubeziehen. So können Eltern sicherstellen, dass die Unterhaltszahlungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und die finanzielle Versorgung des Kindes angemessen bleibt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/unterhalt-2027-getrennte-eltern-worauf-achten/">Unterhalt 2027: Worauf getrennte Eltern jetzt achten sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unterhaltspflicht beim volljährigen Kind: Was beide Elternteile wissen sollten</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/unterhaltspflicht-beim-volljaehrigen-kind-was-beide-eltern-wissen-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 08:47:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eltern sind auch nach Erreichen der Volljährigkeit ihres Kindes unter bestimmten Bedingungen unterhaltspflichtig. Wir erklären, wann und wie beide Elternteile ihren Unterhaltspflichten nachkommen müssen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/unterhaltspflicht-beim-volljaehrigen-kind-was-beide-eltern-wissen-sollten/">Unterhaltspflicht beim volljährigen Kind: Was beide Elternteile wissen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern sind auch nach Erreichen der Volljährigkeit ihres Kindes unter bestimmten Bedingungen unterhaltspflichtig. Wir erklären, wann und wie beide Elternteile ihren Unterhaltspflichten nachkommen müssen.</p>
<h2>Unterhaltspflicht beim volljährigen Kind: Ein Überblick</h2>
<p>Die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren volljährigen Kindern ist ein wichtiges Thema, das viele getrennte Eltern beschäftigt. Grundsätzlich endet die Unterhaltspflicht nicht automatisch mit dem 18. Geburtstag. Solange das Kind sich in der schulischen oder beruflichen Ausbildung befindet und nicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen kann, müssen beide Elternteile Unterhalt leisten <a href="https://www.anwalt.de/rechtstipps/sind-eltern-auch-fuer-volljaehrige-kinder-noch-unterhaltspflichtig-223820.html?utm_source=openai">siehe Quelle 1</a>.</p>
<h2>Voraussetzungen für den Unterhaltsanspruch</h2>
<p>Damit ein volljähriges Kind Anspruch auf Unterhalt hat, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:</p>
<ul>
<li><strong>Unverheiratet und in Ausbildung:</strong> Das Kind ist unverheiratet und befindet sich in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung, zu der auch ein Studium zählt.</li>
<li><strong>Bedürftigkeit:</strong> Das Kind kann seinen Lebensunterhalt noch nicht selbst bestreiten, etwa weil es kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen hat.</li>
</ul>
<p>Dieser Unterhalt wird für den Zeitraum gewährt, in dem sich das Kind tatsächlich in Ausbildung befindet, jedoch nur solange die Bedürftigkeit besteht <a href="https://www.anwalt.de/rechtstipps/volljaehrigenunterhalt-welche-ansprueche-gibt-es-192547.html?utm_source=openai">siehe Quelle 2</a>.</p>
<h2>Gemeinsame Unterhaltspflicht beider Elternteile</h2>
<p>Ab dem 18. Lebensjahr tritt die Unterhaltspflicht häufig als Barunterhaltspflicht beider Elternteile in Kraft. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, erbringt den Unterhalt hauptsächlich durch Unterkunft und Verpflegung, während der andere Elternteil in der Regel Barunterhalt zahlt. Beide Eltern teilen sich somit anteilig die finanzielle Verantwortung <a href="https://www.anwalt.de/rechtstipps/volljaehrigkeit-erfolgreiche-abaenderung-eines-unterhaltstitels_179972.html?utm_source=openai">siehe Quelle 3</a>.</p>
<h3>Hypothetisches Beispiel:</h3>
<p>Anna studiert 20 Jahre alt in einer anderen Stadt und wohnt bei ihrer Mutter. Der Vater zahlt monatlichen Barunterhalt, um die Kosten für Lebenshaltung, Studienmaterial und Fahrtkosten zu decken. Die Mutter stellt Anna ein Zuhause mit Verpflegung bereit.</p>
<h2>Berechnung des Unterhalts</h2>
<p>Die Höhe des Unterhalts orientiert sich maßgeblich an der Düsseldorfer Tabelle, die als Richtlinie im Familienrecht dient. Dabei werden folgende Faktoren berücksichtigt:</p>
<ul>
<li><strong>Einkommen der Eltern:</strong> Je nach Einkommen der Eltern bestimmt sich die Höhe des zu zahlenden Unterhaltes anteilig.</li>
<li><strong>Kindergeld:</strong> Dieses wird dem Unterhaltsanspruch angerechnet, wodurch sich die Zahlungsbeträge entsprechend reduzieren können.</li>
<li><strong>Selbstbehalt:</strong> Eltern steht ein Existenzminimum zu, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Der Selbstbehalt liegt derzeit bei etwa 1.160 Euro monatlich für Erwerbstätige beziehungsweise bei rund 960 Euro für nicht erwerbstätige Personen <a href="https://www.anwalt.de/rechtstipps/volljaehrigenunterhalt-welche-ansprueche-gibt-es-192547.html?utm_source=openai">siehe Quelle 2</a>.</li>
</ul>
<h2>Dauer der Unterhaltspflicht</h2>
<p>Die Unterhaltsverpflichtung besteht in der Regel bis zur Beendigung der ersten Ausbildung oder des ersten Studiums. Es gibt allerdings Ausnahmen:</p>
<ul>
<li><strong>Verlängerung der Zahlungspflicht:</strong> Wenn das Kind unverschuldet bedürftig bleibt, etwa aufgrund von Krankheit oder längerer Orientierungssuche, kann sich die Unterhaltspflicht verlängern.</li>
<li><strong>Übergangszeiten:</strong> Es ist oftmals möglich, dass für eine kurze Übergangszeit nach der Ausbildung oder dem Studium noch Unterhalt geleistet werden muss, bis das Kind eine eigene Erwerbstätigkeit aufgenommen hat <a href="https://www.anwalt.de/rechtstipps/volljaehrigenunterhalt-welche-ansprueche-gibt-es-192547.html?utm_source=openai">siehe Quelle 2</a>.</li>
</ul>
<h3>Hypothetisches Beispiel:</h3>
<p>Max hat sein Bachelorstudium abgeschlossen, möchte aber einen konsekutiven Master machen und ist währenddessen finanziell durch einen Nebenjob noch nicht selbstständig. Seine Eltern müssen daher möglicherweise weiterhin Unterhalt zahlen.</p>
<h2>Praktische Handlungsempfehlungen für Eltern</h2>
<ul>
<li><strong>Gemeinsame Kommunikation:</strong> Ein offener Austausch über die finanzielle Situation des Kindes und die Unterhaltsverpflichtungen hilft, Missverständnisse und Streit zu vermeiden.</li>
<li><strong>Dokumentation der Ausbildung:</strong> Das Kind sollte Nachweise über seine Ausbildung und den finanziellen Bedarf erbringen, um den Unterhaltsanspruch zu stützen.</li>
<li><strong>Rechtliche Beratung:</strong> Da die individuelle Lage stark variieren kann, ist es sinnvoll, sich bei Unklarheiten an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Familienrecht zu wenden.</li>
<li><strong>Unterhaltstitel prüfen oder anpassen:</strong> Ein rechtsverbindlicher Unterhaltstitel kann für klare Verhältnisse sorgen und spätere Streitigkeiten vermeiden.</li>
</ul>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Unterhaltspflicht gegenüber volljährigen Kindern ist eine gemeinsame Verantwortung beider Elternteile, die über die Volljährigkeit hinaus besteht, solange das Kind sich in Ausbildung befindet und bedürftig ist. Die konkreten Pflichten und Beträge richten sich nach der individuellen Lebenssituation der Familie sowie dem Einkommen beider Elternteile. Für getrennt lebende Eltern ist es dabei wichtig, Kommunikation, Nachweise und gegebenenfalls rechtliche Unterstützung zu nutzen, um faire und rechtskonforme Vereinbarungen zu treffen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/unterhaltspflicht-beim-volljaehrigen-kind-was-beide-eltern-wissen-sollten/">Unterhaltspflicht beim volljährigen Kind: Was beide Elternteile wissen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Antragsloses Kindergeld ab 2027: Warum getrennte Eltern jetzt handeln müssen</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/antragsloses-kindergeld-ab-2027-warum-getrennte-eltern-jetzt-handeln-muessen/</link>
					<comments>https://www.coparently.de/news/antragsloses-kindergeld-ab-2027-warum-getrennte-eltern-jetzt-handeln-muessen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 14:46:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Weniger Bürokratie für den Staat – doch für getrennte Eltern und Wechselmodell-Familien lauern neue Stolperfallen bei Stammdaten und Auszahlung. Das...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/antragsloses-kindergeld-ab-2027-warum-getrennte-eltern-jetzt-handeln-muessen/">Antragsloses Kindergeld ab 2027: Warum getrennte Eltern jetzt handeln müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Weniger Bürokratie für den Staat – doch für getrennte Eltern und Wechselmodell-Familien lauern neue Stolperfallen bei Stammdaten und Auszahlung. Das müsst ihr jetzt wissen.</h2>
<h3 data-path-to-node="8">Der automatische Kindergeldabgleich kommt</h3>
<p data-path-to-node="9">Der Bundesrat hat grünes Licht gegeben: Ab 2027 stellt die Familienkasse schrittweise auf das <b data-path-to-node="9" data-index-in-node="94">antragslose Kindergeld</b> um. Was nach digitaler Entlastung klingt, erfordert im Trennungsalltag besondere Aufmerksamkeit: Behördliche Datenbanken prüfen zwar Anspruchsvoraussetzungen automatisch ab, <b data-path-to-node="9" data-index-in-node="291">sie lösen jedoch keine Unstimmigkeiten darüber, auf welches Konto das Geld fließen soll.</b></p>
<h3 data-path-to-node="11">Die wichtigsten Fakten im Überblick</h3>
<ul data-path-to-node="12">
<li>
<p data-path-to-node="12,0,0"><b data-path-to-node="12,0,0" data-index-in-node="0">Zweistufiger Rollout 2027:</b></p>
<ul data-path-to-node="12,0,1">
<li>
<p data-path-to-node="12,0,1,0,0"><i data-path-to-node="12,0,1,0,0" data-index-in-node="0">Frühjahr 2027:</i> Automatische Umstellung für Familien im laufenden Bezug.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="12,0,1,1,0"><i data-path-to-node="12,0,1,1,0" data-index-in-node="0">Ende 2027:</i> Vollautomatisches Verfahren bei Erstanträgen für Neugeborene.</p>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="12,1,0"><b data-path-to-node="12,1,0" data-index-in-node="0">Behördlicher Datenabgleich:</b> Die Familienkasse gleicht Stammdaten (Melderegister, Steuer-ID, hinterlegte IBAN) eigenständig ab. Der manuelle Papierantrag entfällt, die rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen bleiben identisch.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="12,2,0"><b data-path-to-node="12,2,0" data-index-in-node="0">Kein automatischer Schlichter:</b> Bei getrennten Wohnsitzen oder im paritätischen Wechselmodell kann das System nicht „erraten“, wer das Kindergeld ausgezahlt bekommen soll. Liegen widersprüchliche Angaben vor, stoppt der Prozess.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-path-to-node="14">3 Schritte: So beugt ihr Zahlungsstopps vor</h3>
<ol start="1" data-path-to-node="15">
<li>
<p data-path-to-node="15,0,0"><b data-path-to-node="15,0,0" data-index-in-node="0">Stammdaten abgleichen &amp; aktualisieren </b>Stellt sicher, dass Meldeadressen, Steuer-IDs und die bei Finanzamt bzw. Familienkasse hinterlegten Bankverbindungen auf dem aktuellen Stand sind. Weichen Registerdaten voneinander ab, fällt der Fall automatisch zurück in eine zeitaufwendige manuelle Prüfung.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="15,1,0"><b data-path-to-node="15,1,0" data-index-in-node="0">Berechtigtenbestimmung &amp; Verrechnung schriftlich fixieren </b>Das Kindergeld (259 € pro Kind) wird rechtlich stets nur an <b data-path-to-node="15,1,1" data-index-in-node="60">einen</b> Berechtigten ausgezahlt. Einigt euch rechtzeitig schriftlich: An wen fließt die Auszahlung und wie wird der Betrag mit Unterhaltsansprüchen oder dem gemeinsamen Kinderkonto verrechnet?</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="15,2,0"><b data-path-to-node="15,2,0" data-index-in-node="0">Laufende Verfahren nicht vorzeitig abbreche: </b>Bis euch eine schriftliche Benachrichtigung der Familienkasse erreicht, gelten alle aktuellen Bewilligungen und Meldepflichten unverändert fort. Adress- oder Kontoänderungen müssen weiterhin aktiv gemeldet werden.</p>
</li>
</ol>
<blockquote data-path-to-node="17">
<p data-path-to-node="17,0"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a1.png" alt="💡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <b data-path-to-node="17,0" data-index-in-node="3">CoParently Praxis-Tipp:</b></p>
<p data-path-to-node="17,1">Macht Finanzen transparent statt konfliktgeladen. Hinterlegt eure schriftliche Vereinbarung zur Kindergeld-Auszahlung sowie die IBAN des gemeinsamen Kinderkontos direkt im <b data-path-to-node="17,1" data-index-in-node="172">Dokumentensafe von CoParently</b>. Über den <b data-path-to-node="17,1" data-index-in-node="212">Ausgaben-Tracker</b> könnt ihr den monatlichen Betrag zudem automatisch mit anderen geteilten Kinderkosten verrechnen.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/antragsloses-kindergeld-ab-2027-warum-getrennte-eltern-jetzt-handeln-muessen/">Antragsloses Kindergeld ab 2027: Warum getrennte Eltern jetzt handeln müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klinikaufenthalt beendet die Familienleistung nicht automatisch: Neues Urteil aus Hannover</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/klinikaufenthalt-beendet-die-familienleistung-nicht-automatisch-neues-urteil-aus-hannover/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 14:34:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Längerer Klinikaufenthalt beendet Unterhaltsvorschuss nicht: Wichtiges Urteil schützt Alleinerziehende Müssen Leistungen bei Reha oder Klinik zurückgezahlt werden? Müssen Alleinerziehende erhaltenen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/klinikaufenthalt-beendet-die-familienleistung-nicht-automatisch-neues-urteil-aus-hannover/">Klinikaufenthalt beendet die Familienleistung nicht automatisch: Neues Urteil aus Hannover</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Längerer Klinikaufenthalt beendet Unterhaltsvorschuss nicht: Wichtiges Urteil schützt Alleinerziehende</h2>
<div class="container">
<div id="model-response-message-contentr_f363e7d6f2a41ae0" class="markdown markdown-main-panel md-content enable-luminous-fast-follows enable-updated-hr-color stronger" dir="ltr" aria-busy="false" aria-live="polite">
<h3 data-path-to-node="40">Müssen Leistungen bei Reha oder Klinik zurückgezahlt werden?</h3>
<p data-path-to-node="41">Müssen Alleinerziehende erhaltenen Unterhaltsvorschuss (UVG) erstatten, wenn ihr Kind mehrere Wochen oder Monate stationär in einer Fachklinik bzw. Therapieeinrichtung verbringt? Die Unterhaltsvorschusskassen argumentieren hier oft vorschnell mit einer „vollstationären Unterbringung auf Staatskosten“.</p>
<p data-path-to-node="42">Das <b data-path-to-node="42" data-index-in-node="4">Verwaltungsgericht Hannover (Urteil vom 24. September 2026)</b> hat dem nun klare Grenzen gesetzt: <b data-path-to-node="42" data-index-in-node="99">Die bloße räumliche Trennung hebt den Anspruch des alleinerziehenden Elternteils nicht automatisch auf.</b></p>
<h3 data-path-to-node="44">Die Urteilsbegründung: Der „Betreuungszusammenhang“ zählt</h3>
<p data-path-to-node="45">Im entschiedenen Fall forderte die Behörde Leistungen für einen Jugendlichen zurück, der monatelang stationär behandelt wurde. Das Gericht hob den Bescheid auf: <b data-path-to-node="45" data-index-in-node="161">Der tatsächliche Betreuungs- und Fürsorgezusammenhang zur Mutter bestand ununterbrochen fort.</b></p>
<p data-path-to-node="46">Entscheidend ist, wer trotz des Klinikaufenthalts weiterhin die Verantwortung trägt. Typische Kriterien, die den Betreuungszusammenhang belegen:</p>
<ul data-path-to-node="47">
<li>
<p data-path-to-node="47,0,0"><b data-path-to-node="47,0,0" data-index-in-node="0">Präsenz &amp; Einbindung:</b> Regelmäßige Besuche, Teilnahme an Therapie- und Schulgesprächen vor Ort.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="47,1,0"><b data-path-to-node="47,1,0" data-index-in-node="0">Wochenend- &amp; Ferienbetreuung:</b> Regelmäßige Rückkehr in den elterlichen Haushalt während therapeutischer Belastungserprobungen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="47,2,0"><b data-path-to-node="47,2,0" data-index-in-node="0">Finanzielle Erstversorgung:</b> Fortlaufende Bereitstellung von Kleidung, Hygieneartikeln, Schulbedarf, Taschengeld und Mobilfunkverträgen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="47,3,0"><b data-path-to-node="47,3,0" data-index-in-node="0">Alltagsmanagement:</b> Planung der schulischen Reintegration, Organisation von Nachsorgeterminen und das Vorhalten des voll ausgestatteten Kinderzimmers.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-path-to-node="49">Was tun bei Aufhebungs- oder Rückforderungsbescheiden?</h3>
<ol start="1" data-path-to-node="50">
<li>
<p data-path-to-node="50,0,0"><b data-path-to-node="50,0,0" data-index-in-node="0">Rechtsbehelfsbelehrung prüfen (1-Monats-Frist!): </b>Gegen den Bescheid muss in der Regel innerhalb eines Monats nach Zustellung schriftlich Widerspruch (bzw. Klage, je nach Bundesland) erhoben werden.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="50,1,0"><b data-path-to-node="50,1,0" data-index-in-node="0">Detaillierte Chronologie vorlegen: </b>Erstellt eine lückenlose Übersicht aller erbrachten Betreuungsleistungen: Besuchszeiten, Fahrtstrecken, Einkäufe, Telefonate und Termine mit Ärzten.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="50,2,0"><b data-path-to-node="50,2,0" data-index-in-node="0">Gezielte Argumentation führen: </b>Beruft euch auf die Rechtsprechung zum fortbestehenden Betreuungszusammenhang und verlangt von der Behörde eine konkrete Einzelfallbegründung statt pauschaler Ablehnungsformeln.</p>
</li>
</ol>
<blockquote data-path-to-node="52">
<p data-path-to-node="52,0"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a1.png" alt="💡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <b data-path-to-node="52,0" data-index-in-node="3">CoParently Praxis-Tipp:</b></p>
<p data-path-to-node="52,1">Wenn Ämter Belege fordern, zählt eine ordentliche Dokumentation. In <b data-path-to-node="52,1" data-index-in-node="68">CoParently</b> könnt ihr Besuchszeiten, Fahrten zur Klinik und Sonderausgaben für Medikamente, Kleidung oder Fahrtickets mit wenigen Klicks kategorisieren und als PDF-Bericht exportieren. So liegt dem Widerspruch sofort eine wasserdichte Dokumentation bei.</p>
</blockquote>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/klinikaufenthalt-beendet-die-familienleistung-nicht-automatisch-neues-urteil-aus-hannover/">Klinikaufenthalt beendet die Familienleistung nicht automatisch: Neues Urteil aus Hannover</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Haftpflicht nach der Trennung: Ist das Kind wirklich in beiden Haushalten geschützt?</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/haftpflicht-nach-der-trennung-ist-das-kind-wirklich-in-beiden-haushalten-geschuetzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 18:33:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer Trennung gibt es unzählige Dinge zu organisieren – da gerät der Versicherungsordner oft in den Hintergrund. Doch Vorsicht:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/haftpflicht-nach-der-trennung-ist-das-kind-wirklich-in-beiden-haushalten-geschuetzt/">Haftpflicht nach der Trennung: Ist das Kind wirklich in beiden Haushalten geschützt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="3"><strong>Nach einer Trennung gibt es unzählige Dinge zu organisieren – da gerät der Versicherungsordner oft in den Hintergrund. Doch Vorsicht: Familienpolicen laufen meist unverändert weiter, auch wenn Versicherungsnehmer, Haushalte und mitversicherte Personen längst nicht mehr unter einem Dach leben.</strong></p>
<p data-path-to-node="4">Ob euer Kind auch am zweiten Wohnort rundum versichert bleibt und wie lange der Ex-Partner noch Schutz genießt, hängt stark vom konkreten Tarif ab. Besonders bei zuvor unverheirateten Paaren kann eine wichtige Übergangsdeckung nach dem Auszug oft komplett fehlen.</p>
<p data-path-to-node="5">Damit aus einer unbemerkten Lücke kein teurer Schaden wird, solltet ihr folgende Punkte prüfen:</p>
<p data-path-to-node="6"><b data-path-to-node="6" data-index-in-node="0">Eure Checkliste für den Versicherungsschutz:</b></p>
<ul data-path-to-node="7">
<li>
<p data-path-to-node="7,0,0"><b data-path-to-node="7,0,0" data-index-in-node="0">Schriftliche Bestätigung einholen:</b> Klärt mit eurem aktuellen Versicherer ab, welche Personen an welchen Anschriften weiterhin geschützt sind. Lasst euch das unbedingt schriftlich bestätigen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="7,1,0"><b data-path-to-node="7,1,0" data-index-in-node="0">Neue Police nicht aufschieben:</b> Der Elternteil, der nicht der Hauptversicherungsnehmer ist (und somit zeitnah ohne eigenen Schutz dasteht), sollte mit dem Abschluss einer neuen Privathaftpflicht keinesfalls bis zur offiziellen Scheidung warten.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="7,2,0"><b data-path-to-node="7,2,0" data-index-in-node="0">Achtung bei kleinen Kindern:</b> Prüft ausdrücklich, ob Schäden durch sogenannte <i data-path-to-node="7,2,0" data-index-in-node="77">deliktunfähige Kinder</i> (Kinder unter 7 Jahren) mitversichert sind. Das ist längst nicht in jedem Standardtarif der Fall.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="7,3,0"><b data-path-to-node="7,3,0" data-index-in-node="0">Der Rundum-Check:</b> Nutzt die Gelegenheit, um auch andere gemeinsame Verträge wie Hausrat-, Rechtsschutz- und Fahrradversicherung durchzugehen. Notiert euch am besten übersichtlich: Wer ist der Versicherungsnehmer? Wie lautet die Vertragsnummer? Wer bezahlt die Beiträge?</p>
</li>
</ul>
<p data-path-to-node="8"><b data-path-to-node="8" data-index-in-node="0">Unser Fazit:</b> Doppelte Policen kosten nur unnötig Geld, aber eine unbemerkte Versicherungslücke kann im Ernstfall richtig teuer werden. Nehmt euch eine Stunde Zeit, um hier Klarheit für beide Haushalte zu schaffen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/haftpflicht-nach-der-trennung-ist-das-kind-wirklich-in-beiden-haushalten-geschuetzt/">Haftpflicht nach der Trennung: Ist das Kind wirklich in beiden Haushalten geschützt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zwei Haushalte, ein Taschengeld: So wird aus kleinen Beträgen kein großer Elternkonflikt</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/zwei-haushalte-ein-taschengeld-so-wird-aus-kleinen-betraegen-kein-grosser-elternkonflikt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 05:50:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Taschengeld ist ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit – doch in Familien mit zwei Haushalten birgt das Thema oft besonderes...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/zwei-haushalte-ein-taschengeld-so-wird-aus-kleinen-betraegen-kein-grosser-elternkonflikt/">Zwei Haushalte, ein Taschengeld: So wird aus kleinen Beträgen kein großer Elternkonflikt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="4">Taschengeld ist ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit – doch in Familien mit zwei Haushalten birgt das Thema oft besonderes Konfliktpotenzial. Zwar gehört das Taschengeld zu den Alltagsentscheidungen, die der jeweils betreuende Elternteil grundsätzlich selbst treffen kann, doch wenn beide Haushalte völlig unabhängig voneinander zahlen, entstehen schnell Unklarheiten.</p>
<p data-path-to-node="5">Die Folgen: Das Kind erhält versehentlich doppelt Geld, muss in einem Zuhause sämtliche Freizeitkosten komplett selbst tragen oder versucht, nach einem Nein beim einen Elternteil beim anderen neu zu verhandeln. Um das zu vermeiden und das Taschengeld als Lernwerkzeug zu nutzen, helfen klare, gemeinsame Absprachen.</p>
<h3 data-path-to-node="6">3 Grundregeln für das Taschengeld</h3>
<p data-path-to-node="7">Bevor es an die Organisation zwischen den Haushalten geht, sollten sich beide Elternteile auf drei pädagogische Grundsätze einigen:</p>
<ul data-path-to-node="8">
<li>
<p data-path-to-node="8,0,0"><b data-path-to-node="8,0,0" data-index-in-node="0">Taschengeld ist bedingungslos:</b> Es sollte niemals als Belohnung für gute Noten oder als Strafe (durch Entzug) für Fehlverhalten eingesetzt werden. Es ist ein festes Übungsgeld.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="8,1,0"><b data-path-to-node="8,1,0" data-index-in-node="0">Konsequenz ist der Schlüssel:</b> Der vereinbarte Betrag sollte regelmäßig und pünktlich ausgezahlt werden, damit das Kind lernt, mit seinem Budget zu planen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="8,2,0"><b data-path-to-node="8,2,0" data-index-in-node="0">Freie Verfügung ohne Verurteilung:</b> Kinder dürfen über ihr Taschengeld frei verfügen. Auch wenn sie sich vermeintlich „sinnloses Zeug“ kaufen, gehört das zum Lernprozess dazu. Schimpfen ist hier fehl am Platz – eigene Fehlkäufe sind die besten Lehrmeister.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-path-to-node="9">So klappt die Aufteilung auf zwei Haushalte</h3>
<p data-path-to-node="10">Damit das Taschengeld-Management reibungslos funktioniert, hat sich folgende Struktur bewährt:</p>
<ul data-path-to-node="11">
<li>
<p data-path-to-node="11,0,0"><b data-path-to-node="11,0,0" data-index-in-node="0">Zentralisieren:</b> Vereinbart einen altersgerechten Basisbetrag, einen festen Auszahlungstag und bestimmt <b data-path-to-node="11,0,0" data-index-in-node="103">einen Elternteil</b>, der die regelmäßige Zahlung (z.B. bar oder per Dauerauftrag auf ein Kinderkonto) federführend übernimmt. So gibt es keine Doppelzahlungen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="11,1,0"><b data-path-to-node="11,1,0" data-index-in-node="0">Klare Zuständigkeiten definieren:</b> Haltet gemeinsam fest, welche Dinge das Kind vom Taschengeld selbst bezahlt (z.B. Zeitschriften, Süßigkeiten, kleine Spielsachen) und welche Kosten weiterhin absolute Elternsache bleiben – etwa Schulausflüge, notwendige Kleidung oder vereinbarte Vereinsaktivitäten.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="11,2,0"><b data-path-to-node="11,2,0" data-index-in-node="0">Geschenke statt heimlicher Korrekturen:</b> Wer dem Kind außer der Reihe zusätzlich Geld geben möchte, kennzeichnet dies ganz klar als Geschenk für einen konkreten Zweck. Es sollte niemals als heimliche finanzielle „Korrektur“ des anderen Haushalts dienen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="11,3,0"><b data-path-to-node="11,3,0" data-index-in-node="0">Kein Kontrollzwang:</b> Ein kurzer, neutraler monatlicher Abgleich zwischen den Eltern genügt völlig. Das Kind sollte niemals in die Situation geraten, Quittungen zwischen den Haushalten transportieren oder rechtfertigen zu müssen, bei wem es wie viel von seinem eigenen Geld ausgegeben hat.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-path-to-node="12">Taschengeld-Tabelle: Empfohlene Richtwerte</h3>
<p data-path-to-node="13">Die Höhe des Taschengeldes wächst mit dem Alter und der Verantwortung des Kindes. Die folgende Tabelle bietet eine fundierte Orientierung, auf die sich beide Elternteile als Basis einigen können:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Alter</th>
<th>Betrag</th>
<th>Auszahlungs-Rhythmus</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>6 Jahre</td>
<td>1,00 €</td>
<td>wöchentlich</td>
</tr>
<tr>
<td>7 Jahre</td>
<td>1,50 €</td>
<td>wöchentlich</td>
</tr>
<tr>
<td>8 Jahre</td>
<td>2,00 €</td>
<td>wöchentlich</td>
</tr>
<tr>
<td>9 Jahre</td>
<td>3,00 €</td>
<td>wöchentlich</td>
</tr>
<tr>
<td>10 Jahre</td>
<td>15,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>11 Jahre</td>
<td>18,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>12 Jahre</td>
<td>23,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>13 Jahre</td>
<td>26,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>14 Jahre</td>
<td>30,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>15 Jahre</td>
<td>38,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>16 Jahre</td>
<td>45,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>17 Jahre</td>
<td>65,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
<tr>
<td>ab 18 Jahre</td>
<td>80,00 €</td>
<td>monatlich</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p data-path-to-node="13">Tipp: Ab dem 10. Lebensjahr empfiehlt sich die Umstellung auf eine monatliche Zahlung, damit die Kinder lernen, ihr Budget über einen längeren Zeitraum einzuteilen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/zwei-haushalte-ein-taschengeld-so-wird-aus-kleinen-betraegen-kein-grosser-elternkonflikt/">Zwei Haushalte, ein Taschengeld: So wird aus kleinen Beträgen kein großer Elternkonflikt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kanzler gegen Kinderärztin: Was hinter dem TV-Eklat steckt – und was er für Familien bedeutet</title>
		<link>https://www.coparently.de/news/merz-kinderaerztin-gkv-sparpaket-faktencheck/</link>
					<comments>https://www.coparently.de/news/merz-kinderaerztin-gkv-sparpaket-faktencheck/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 07:00:06 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.coparently.de/?post_type=news&#038;p=9368</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz&#8220; ist es zu einem ungewöhnlich scharfen Wortwechsel gekommen: Die niedersächsische Kinderärztin Dr....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/merz-kinderaerztin-gkv-sparpaket-faktencheck/">Kanzler gegen Kinderärztin: Was hinter dem TV-Eklat steckt – und was er für Familien bedeutet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr">In der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz&#8220; ist es zu einem ungewöhnlich scharfen Wortwechsel gekommen: Die niedersächsische Kinderärztin Dr. Bea Merscher warf Bundeskanzler Friedrich Merz vor, mit dem Gesundheits-Sparpaket seinen Amtseid zu brechen und „menschenverachtend&#8220; zu handeln. Merz wies das als „persönliche Herabsetzung&#8220; zurück, die „zu weit&#8220; gehe.</p>
<p dir="ltr">Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Politik-Zoff wirkt, betrifft in Wahrheit etwas sehr Konkretes: die Versorgung von Kindern beim Kinderarzt. Und ein Detail macht die Sache für uns besonders relevant – Merscher ist selbst alleinerziehende Mutter.</p>
<h2 dir="ltr">Was ist passiert?</h2>
<p dir="ltr">In der Sendung saß Merz mit vier Bürgerinnen und Bürgern zusammen, die ihm ihre Alltagssorgen schilderten – darunter auch ein dreifacher Vater, der die Familienpolitik der Regierung kritisierte. Am schärfsten wurde es bei Merscher: Sie fragte den Kanzler, warum er „menschenverachtende, zerstörerische Gesetze&#8220; wie das GKV-Spargesetz erlasse. Merz reagierte sichtlich getroffen, sprach von „hartem Tobak&#8220; und wies den Vorwurf des vorsätzlichen Amtseidbruchs entschieden zurück.</p>
<p dir="ltr">Laut Merscher ging der Streit nach der Aufzeichnung weiter: Sie berichtete gegenüber der „Bild&#8220;, Merz habe ihr vorgehalten, ihre Aussagen seien „strafbar&#8220; gewesen, und ein Gesprächsangebot von ihr abgelehnt. Das Bundeskanzleramt hat sich dazu bislang nicht im Detail geäußert.</p>
<h2 dir="ltr">Worum geht es inhaltlich? Das GKV-Spargesetz</h2>
<p dir="ltr">Hinter dem Eklat steht das <strong>GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz</strong>, das im Sommer 2026 verabschiedet wurde. Kernpunkte laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV):</p>
<ul dir="ltr">
<li>Wegfall der vollen Vergütung für Haus- und Kinderärzte ab 2027</li>
<li>Wegfall der extrabudgetären Vergütung für u. a. Früherkennungsuntersuchungen und Psychotherapie</li>
<li>Einsparungen im ambulanten Bereich von rund 3 Milliarden Euro allein 2027</li>
</ul>
<p dir="ltr">Nach KBV-Berechnungen blieben dadurch bundesweit rund 46 Millionen Behandlungsfälle unfinanziert – etwa 1,4 Millionen davon in der Kinder- und Jugendmedizin.</p>
<p dir="ltr">Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) hatte im Gesetzgebungsverfahren erfolglos gefordert, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen von der Budgetdeckelung auszunehmen und die erst kürzlich eingeführte Entbudgetierung der Kindermedizin nicht wieder rückgängig zu machen. BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann warnte, wer bei der Prävention spare, riskiere später höhere Kosten. In mehreren Bundesländern blieben Kinderarztpraxen bereits an Protesttagen geschlossen.</p>
<h2 dir="ltr">Nicht nur die Arztpraxis: Auch beim Kinderzuschlag wird gespart</h2>
<p dir="ltr">Parallel zum Gesundheits-Sparpaket läuft eine zweite, kindbezogene Kürzung, die in der TV-Debatte keine Rolle spielte, aber zum Gesamtbild gehört: Mit dem Haushaltsbegleitgesetz 2027 will das Bundeskabinett den monatlichen <strong>Sofortzuschlag von 25 Euro pro Kind</strong> streichen. Der Zuschlag war 2022 als kurzfristige Hilfe gegen Kinderarmut eingeführt worden und ist Teil des Kinderzuschlags für einkommensschwache Familien – aktuell maximal 297 Euro pro Kind und Monat, inklusive der 25 Euro. Fällt der Sofortzuschlag weg, sinkt dieser Höchstbetrag rechnerisch auf rund 272 Euro. Betroffen sind laut Gesetzentwurf rund 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche. Der Bund will dadurch rund 450 Millionen Euro jährlich einsparen. Kinder in Bürgergeld- bzw. Grundsicherungshaushalten behalten den Zuschlag nach aktuellem Stand über eine andere Rechtsgrundlage (SGB II) – die Bundesregierung hat aber angekündigt, auch diese Zuschläge im Rahmen der Neuermittlung der Regelbedarfe noch 2026 zu überprüfen.</p>
<h2 dir="ltr">Die Vorwürfe im Faktencheck</h2>
<p dir="ltr"><strong>„Menschenverachtend&#8220; und „Amtseidbruch&#8220;</strong> – das sind scharfe politische Zuspitzungen, keine Tatsachenbehauptungen. Sie lassen sich nicht objektiv „widerlegen&#8220; oder „bestätigen&#8220;. Was sich aber belegen lässt: Der von Merscher beschriebene Versorgungsdruck ist real und wird von KBV und BVKJ seit Monaten dokumentiert – mit konkreten Zahlen zu Praxisschließungen, unfinanzierten Behandlungsfällen und Personalmangel, nicht nur als gefühlter Eindruck.</p>
<p dir="ltr"><strong>„Die ärztlichen Budgets sind in zehn Jahren um 40 Prozent gestiegen&#8220;</strong> – dieses Argument brachte Merz mehrfach vor. Es wurde in der Berichterstattung nicht bestritten, eine unabhängige Einordnung der genauen Zahl haben wir in den verfügbaren Quellen allerdings nicht gefunden. Ärzteverbände entgegnen dem sinngemäß, dass im selben Zeitraum Behandlungsbedarf (alternde Gesellschaft, mehr chronisch Kranke) und Praxiskosten ebenfalls gestiegen seien – ein nominales Budgetplus sage daher wenig darüber aus, wie viel Handlungsspielraum den Praxen real bleibt. Das ist eine legitime Gegenposition, aber ebenfalls keine abschließend geprüfte Tatsache.</p>
<p dir="ltr"><strong>„Das ist ein Gefühl, aber das entspricht nicht unserem Gesetz&#8220;</strong> – mit diesem Satz wies Merz die Kritik zurück, die Einsparungen träfen vor allem Versicherte statt etwa die Pharmaindustrie. Fakt ist: Das Gesetz sieht tatsächlich auch einen höheren Herstellerrabatt für die Pharmaindustrie vor (15,5 % statt zuvor 7 %). Ob das die Grundkritik der Ärzteschaft entkräftet, ist Interpretationssache.</p>
<p dir="ltr"><strong>„Reform&#8220; oder „Kürzung&#8220;?</strong> Ein wörtliches Zitat „Wir kürzen nicht&#8220; lässt sich in der Berichterstattung nicht belegen. Auffällig ist aber eine sprachliche Diskrepanz: Merz und Gesundheitsministerin Nina Warken sprechen konsequent von „Reform&#8220; und davon, „Effizienzen&#8220; im teuersten Gesundheitssystem Europas zu heben. Zugleich heißt das Gesetz in der öffentlichen Debatte durchgehend „Sparpaket&#8220;, und Merz selbst räumte im RTL-Gespräch ein, alle Beteiligten am Gesundheitswesen seien „aufgefordert und auch dazu gebracht&#8220; worden, „Einsparbeiträge zu leisten&#8220;. Ob man das als reine Effizienzsteigerung oder als Kürzung mit Reform-Etikett liest, ist letztlich eine Frage der Perspektive – belegt ist jedenfalls, dass beide Begriffe im Umlauf sind und je nach Sprecher unterschiedlich verwendet werden.</p>
<h2 dir="ltr">Was könnte die Politik tun – was die Ärzteschaft?</h2>
<p dir="ltr">Aus den Stellungnahmen der beteiligten Akteure lassen sich, unabhängig von der TV-Debatte, zwei Bündel an Ansatzpunkten herausfiltern:</p>
<p dir="ltr"><strong>Von Verbänden geforderte Schritte der Bundesregierung:</strong></p>
<ul dir="ltr">
<li>Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen bei Kindern von der Budgetdeckelung ausnehmen (zentrale BVKJ-Forderung, im Gesetz bislang nicht berücksichtigt)</li>
<li>Die erst kürzlich eingeführte Entbudgetierung von Haus- und Kinderärzten nicht wieder zurücknehmen</li>
<li>Administrative Lasten für Praxen abbauen, etwa bei Dokumentationspflichten und der elektronischen Patientenakte</li>
<li>Aus Sicht von Krankenkassen wie der AOK: stärker auf sektorenübergreifende Strukturreformen statt auf pauschale Budgetdeckel setzen, um tatsächliche Effizienzreserven zu heben statt nur Ausgaben zu bremsen</li>
</ul>
<p dir="ltr"><strong>Optionen, die Kinderärzt*innen und Praxen selbst zur Verfügung stehen:</strong></p>
<ul dir="ltr">
<li>Kollektive Interessenvertretung über Verbände wie den BVKJ oder die Kassenärztlichen Vereinigungen, bis hin zu Protesttagen mit geschlossenen Praxen</li>
<li>Digitale Praxissoftware zur Automatisierung von Termin- und Rezeptvergabe, um knappes Personal zu entlasten</li>
<li>Öffentlichkeitsarbeit und Lokalpresse nutzen, um Versorgungsengpässe sichtbar zu machen</li>
</ul>
<h2 dir="ltr">Was heißt das für Trennungsfamilien?</h2>
<p dir="ltr">Losgelöst von der politischen Bewertung bleibt für Eltern – ob zusammen oder getrennt lebend – eine praktische Frage: Wie sichert man die Versorgung des Kindes ab, wenn Kinderarztpraxen Aufnahmestopps verhängen oder Sprechzeiten reduzieren? Ein paar Ansatzpunkte, die in der Debatte und bei Verbänden immer wieder genannt werden:</p>
<ul dir="ltr">
<li><strong>Frühzeitig einen Kinderarzt-Platz sichern</strong>, statt erst im akuten Fall zu suchen – gerade bei einem Umzug nach der Trennung.</li>
<li><strong>Telemedizinische Angebote</strong> für erste Einschätzungen bei leichteren Infekten können Wartezeiten überbrücken, ersetzen aber keine reguläre Vorsorge.</li>
<li><strong>Absprachen zwischen den Elternteilen</strong>, wer bei kurzfristigen Praxisausfällen oder Terminengpässen einspringt – gerade bei getrennten Haushalten hilft hier eine klare, dokumentierte Übersicht über anstehende Vorsorgetermine und Kontakte.</li>
<li><strong>Sich informieren, was regional passiert</strong>: Die Versorgungslage unterscheidet sich stark zwischen Stadt und Land, manche BVKJ-Landesverbände veröffentlichen aktuelle Hinweise zu Praxisöffnungen.</li>
</ul>
<h2 dir="ltr">Fazit</h2>
<p dir="ltr">Zwei Kürzungen, ein gemeinsamer Nenner: Sowohl beim Gesundheits-Sparpaket als auch beim Kinderzuschlag trifft das Sparen konkret Kinder – die Gruppe, die am Verhandlungstisch nicht sitzt, kein Kreuzchen bei der Wahl machen kann und sich nicht selbst wehren kann, wenn ihre Vorsorgeuntersuchung, ihr Kinderarzttermin oder 25 Euro im Monat zur Verschiebemasse eines Haushaltsgesetzes werden. Das heißt nicht automatisch, dass jede einzelne Maßnahme falsch ist – Haushalte müssen priorisieren, und das ist am Ende Aufgabe der gewählten Politik. Aber es lohnt sich, bei jeder Sparmaßnahme, die Kinder betrifft, eine einfache Gegenfrage zu stellen: Würde diese Entscheidung genauso ausfallen, wenn die Betroffenen selbst mit am Tisch sitzen könnten? Für Eltern – ob zusammen oder getrennt lebend – ist das keine abstrakte politische Frage, sondern eine sehr persönliche: Sie sind es, die am Ende die Lücke füllen, die der Staat lässt.</p>
<h2 dir="ltr">Quellen</h2>
<ul dir="ltr">
<li>Tagesspiegel: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/das-ist-eine-personliche-herabsetzungmerz-liefert-sich-mit-kinderarztin-schlagabtausch-im-tv-15990657.html">„Das ist eine persönliche Herabsetzung&#8220;: Merz liefert sich mit Kinderärztin Schlagabtausch im TV</a></li>
<li>t-online: <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_101408850/merz-legt-sich-in-tv-sendung-mit-kinderaerztin-an.html">„Persönliche Herabsetzung&#8220;: Merz geht Kinderärztin in TV-Sendung an</a></li>
<li>Deutsches Ärzteblatt: <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/merz-liefert-sich-schlagabtausch-mit-kinderarztin-uber-sparpaket-im-gesundheitswesen-82061a4b-127b-4d5d-920e-c82934d0753b">Merz liefert sich Schlagabtausch mit Kinderärztin über Sparpaket im Gesundheitswesen</a></li>
<li>WEB.DE: <a href="https://web.de/magazine/politik/inland/merz-streit-kinderaerztin-ging-lachte-42665986">Merz&#8216; Streit mit Kinderärztin ging noch weiter: „Er lachte mich aus!&#8220;</a></li>
<li>nw.de: <a href="https://www.nw.de/nachrichten/panorama/24405443_Kanzler-Merz-liefert-sich-in-TV-Sendung-Schlagabtausch-mit-Kinderaerztin-Geht-zu-weit.html">Kanzler Merz liefert sich in TV-Sendung Schlagabtausch mit Kinderärztin – „Geht zu weit&#8220;</a></li>
<li>KBV: <a href="https://www.kbv.de/positionen/stellungnahmen/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz">GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz – Was bedeutet das für die Praxen?</a></li>
<li>Deutsches Ärzteblatt: <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/kbv-milliarden-sparpaket-bedroht-millionen-arzttermine-d69fb230-c993-4d12-b4e5-1d670ca32aa1">KBV: Milliarden-Sparpaket bedroht Millionen Arzttermine</a></li>
<li>BVKJ (verbaende.com): <a href="https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/bvkj-kritisiert-heute-verabschiedetes-gkv-spargesetz-173396/">BVKJ kritisiert heute verabschiedetes GKV-Spargesetz</a></li>
<li>BVKJ: <a href="https://www.bvkj.de/politik-und-presse/stellungnahme/stellungnahme-zum-entwurf-eines-gesetzes-zur-begrenzung-zur-stabilisierung-der-beitragssaetze-in-der-gesetzlichen-krankenversicherung-gkv-bstabg/">Stellungnahme zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz</a></li>
<li>t-online: <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_101330768/regierung-will-25-euro-zuschlag-fuer-arme-kinder-streichen.html">Regierung will 25-Euro-Zuschlag für arme Kinder streichen</a></li>
<li>buergergeld.org: <a href="https://www.buergergeld.org/news/300-euro-weniger-kinderzuschlag-wechsel-zum-jobcenter-droht">300 Euro weniger Kinderzuschlag – Wechsel zum Jobcenter droht</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/merz-kinderaerztin-gkv-sparpaket-faktencheck/">Kanzler gegen Kinderärztin: Was hinter dem TV-Eklat steckt – und was er für Familien bedeutet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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		<title>300 Kilometer bis zum Kind: Hohe Umgangsfahrten nie eigenmächtig vom Unterhalt abziehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 08:30:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Umgang schlagen bei großen Distanzen schnell ein Loch in die Haushaltskasse. Doch wer zahlt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/300-kilometer-bis-zum-kind-hohe-umgangsfahrten-nie-eigenmaechtig-vom-unterhalt-abziehen/">300 Kilometer bis zum Kind: Hohe Umgangsfahrten nie eigenmächtig vom Unterhalt abziehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="5"><strong>Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Umgang schlagen bei großen Distanzen schnell ein Loch in die Haushaltskasse. Doch wer zahlt dafür? Grundsätzlich gilt im Familienrecht: Der umgangsberechtigte Elternteil trägt die Kosten für die Kontaktpflege.</strong></p>
<p data-path-to-node="6">Auch wenn die finanzielle Belastung enorm ist, folgt daraus weder automatisch eine hälftige Kostenteilung noch das Recht, den Kindesunterhalt eigenmächtig zu kürzen. Wer den Unterhalt auf eigene Faust reduziert, riskiert Unterhaltsschulden und im schlimmsten Fall eine Pfändung.</p>
<p data-path-to-node="7"><b data-path-to-node="7" data-index-in-node="0">Ausnahmen im Unterhaltsrecht: Wann eine Verrechnung möglich ist</b> Bei einer außergewöhnlich hohen Entfernung können Umgangskosten im Einzelfall unterhaltsrechtlich berücksichtigt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Fahrtkosten so hoch sind, dass der sogenannte Selbstbehalt des zahlenden Elternteils gefährdet ist und der Kontakt zum Kind ansonsten abbrechen würde. Auch wenn ein Elternteil mit dem Kind ohne zwingenden Grund sehr weit weggezogen ist, kann ein Familiengericht entscheiden, dass dieser sich an den Fahrtkosten beteiligen oder das Kind einen Teil der Strecke bringen muss. Wichtig ist jedoch: Solche Anpassungen müssen offiziell über das Jugendamt, die Beistandschaft oder anwaltlich geklärt und vertraglich festgehalten werden.</p>
<p data-path-to-node="8"><b data-path-to-node="8" data-index-in-node="0">Der Blick ins Steuerrecht: Sind die Fahrten absetzbar?</b> Oft kommt die Frage auf, ob sich die teuren Fahrten wenigstens steuerlich geltend machen lassen. Die klare Antwort lautet leider: Nein. Der Bundesfinanzhof (BFH) urteilt hier streng. Die Kosten für den Umgang mit dem eigenen Kind zählen zu den Kosten der privaten Lebensführung (§ 12 EStG) und können in der Regel nicht als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung abgesetzt werden.</p>
<p data-path-to-node="9"><b data-path-to-node="9" data-index-in-node="0">Lösungen für den Alltag: Transparenz statt Streit</b> Wenn ein Umzug die Distanz neu geschaffen hat, lohnt sich eine umfassende Gesamtvereinbarung. Ein strukturierter Überblick ist hier der beste erste Schritt:</p>
<ul data-path-to-node="10">
<li>
<p data-path-to-node="10,0,0"><b data-path-to-node="10,0,0" data-index-in-node="0">Kosten tracken:</b> Notiert die tatsächlichen Transportkosten (Tickets, Kilometer, Übernachtungen). Trennt dabei zwingend notwendige Fahrtkosten von freiwilligen Freizeit-Ausgaben während des Wochenendes.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="10,1,0"><b data-path-to-node="10,1,0" data-index-in-node="0">Logistik teilen:</b> Vereinbart feste Regeln, wer das Kind holt und bringt. Manchmal ist es günstiger, sich auf halber Strecke zu treffen.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="10,2,0"><b data-path-to-node="10,2,0" data-index-in-node="0">Ganzheitlich planen:</b> Verbindet die Fahrtaufteilung mit einer klaren Planung von Ferienblöcken und festen Zeiten für Videotelefonie zwischen den Besuchen.</p>
</li>
</ul>
<p data-path-to-node="11">Eine transparente und digital einsehbare Dokumentation all dieser Absprachen und Ausgaben schützt nicht nur das eigene Budget. Sie verhindert vor allem, dass das Kind bei jedem Ticketkauf erneut zwischen die Fronten der Eltern gerät.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/300-kilometer-bis-zum-kind-hohe-umgangsfahrten-nie-eigenmaechtig-vom-unterhalt-abziehen/">300 Kilometer bis zum Kind: Hohe Umgangsfahrten nie eigenmächtig vom Unterhalt abziehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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		<title>Geld fürs Umgangswochenende: Wann das Jobcenter eine temporäre Bedarfsgemeinschaft prüft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 06:17:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein Kind nach einer Trennung regelmäßig Zeit im Haushalt des leistungsberechtigten Elternteils verbringt, steigen dort unweigerlich die Kosten: Lebensmittel,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/geld-fuers-umgangswochenende-wann-das-jobcenter-eine-temporaere-bedarfsgemeinschaft-prueft/">Geld fürs Umgangswochenende: Wann das Jobcenter eine temporäre Bedarfsgemeinschaft prüft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="5">Wenn ein Kind nach einer Trennung regelmäßig Zeit im Haushalt des leistungsberechtigten Elternteils verbringt, steigen dort unweigerlich die Kosten: Lebensmittel, Strom, Ausflüge oder Pflegeprodukte müssen bezahlt werden. Viele Eltern wissen jedoch nicht, dass das Jobcenter hierbei unterstützen kann. Das entscheidende Stichwort lautet: <b data-path-to-node="5" data-index-in-node="338">temporäre Bedarfsgemeinschaft</b>.</p>
<h3 data-path-to-node="6">Was ist eine temporäre Bedarfsgemeinschaft?</h3>
<p data-path-to-node="7">Lebt ein Kind regelmäßig zeitweise im Haushalt eines Elternteils, der Bürgergeld (früher Hartz IV) bezieht, kann das Jobcenter für diese Zeiten eine temporäre Bedarfsgemeinschaft anerkennen. Das bedeutet konkret: Für jeden vollen Aufenthaltstag (in der Regel ab 12 Stunden Anwesenheit pro Tag) wird der anteilige Regelbedarf des Kindes für diesen Tag ausgezahlt. So wird sichergestellt, dass der Lebensunterhalt des Kindes während des Umgangs gedeckt ist.</p>
<h3 data-path-to-node="8">Wechselmodell vs. klassischer Umgang</h3>
<p data-path-to-node="9">Es ist wichtig, zwischen dem klassischen Residenzmodell (z. B. jedes zweite Wochenende) und dem echten Wechselmodell zu unterscheiden. Beim echten <b data-path-to-node="9" data-index-in-node="147">Wechselmodell</b> <b data-path-to-node="9" data-index-in-node="161">[Link-Empfehlung: Hier auf einen Artikel zum Thema &#8222;Wechselmodell / Paritätische Betreuung&#8220; verlinken]</b> werden die finanziellen Leistungen für das Kind grundsätzlich hälftig zwischen beiden Haushalten aufgeteilt, da beide Eltern zu gleichen Teilen betreuen. Die temporäre Bedarfsgemeinschaft greift hingegen vor allem dann, wenn der Umgangsantel unter 50 Prozent liegt, aber dennoch regelmäßig und verlässlich stattfindet.</p>
<h3 data-path-to-node="10">Was bedeutet das für getrennte Eltern in der Praxis?</h3>
<p data-path-to-node="11">Für den umgangsberechtigten Elternteil bedeutet diese Regelung eine enorme finanzielle Entlastung. Verpflegung und alltägliche Ausgaben während längerer Aufenthalte müssen so nicht länger stillschweigend aus einem ohnehin knappen Regelbedarf getragen werden. Es verhindert, dass der regelmäßige Umgang und die Bindung zum Kind an fehlendem Geld für Lebensmittel und Grundbedürfnisse scheitern.</p>
<p data-path-to-node="12"><i data-path-to-node="12" data-index-in-node="0">Wichtig:</i> Diese Leistung des Jobcenters ersetzt weder den regulären Kindesunterhalt <b data-path-to-node="12" data-index-in-node="83">[Link-Empfehlung: Hier auf einen Artikel zum Thema &#8222;Düsseldorfer Tabelle / Kindesunterhalt&#8220; verlinken]</b> noch ersetzt sie private Kostenabsprachen zwischen den Eltern.</p>
<h3 data-path-to-node="13">Der Weg zum Jobcenter: Dokumentation ist das A und O</h3>
<p data-path-to-node="14">Das Jobcenter zahlt diese Leistungen in der Regel nicht automatisch. Ihr müsst die Anerkennung der temporären Bedarfsgemeinschaft ausdrücklich beantragen (ein formloser Antrag reicht oft aus) und einen nachvollziehbaren Betreuungsplan einreichen. Spontane Kurzbesuche oder Nachmittage reichen für die Berechnung nicht aus – es geht um volle Aufenthaltstage und Übernachtungen.</p>
<p data-path-to-node="15"><b data-path-to-node="15" data-index-in-node="0">Unser Tipp für eine stressfreie Dokumentation:</b> Dokumentiert Übernachtungen und volle Aufenthaltstage gemeinsam, transparent und sachlich. Am einfachsten funktioniert das digital: Mit der <b data-path-to-node="15" data-index-in-node="187">CoParently App</b> <b data-path-to-node="15" data-index-in-node="202">[Link-Empfehlung: Hier auf eine Feature-Seite / App-Vorstellung verlinken]</b> könnt ihr euren Betreuungsplan übersichtlich pflegen und geteilte Ausgaben festhalten. So habt ihr im Zweifelsfall immer einen sauberen Nachweis über die tatsächlichen Umgangszeiten für das Jobcenter parat – ganz ohne Zettelwirtschaft und Missverständnisse zwischen euch Eltern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.coparently.de/news/geld-fuers-umgangswochenende-wann-das-jobcenter-eine-temporaere-bedarfsgemeinschaft-prueft/">Geld fürs Umgangswochenende: Wann das Jobcenter eine temporäre Bedarfsgemeinschaft prüft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.coparently.de">CoParently</a>.</p>
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